Themen bewegen | In Klausur gehen

… mit der Abteilung, dem Projektteam, dem Gremium.
Insbesondere für Gremien ist das eine Möglichkeit nicht nur dem Alltag zu „entfliehen“, sich anders, möglicherweise sogar besser kennenzulernen.
Vor allem dienen Klausuren dazu neben den inhaltlichen Dingen persönliche Kontakte auszubauen und so die Arbeit im Team auf ein breiteres und verlässlicheres Fundament zu stellen.
Für das Management in Ihrem Unternehmen sind Klausuren, Coachings, Weiterbildungen und begleitete individuelle Standortbestimmungen Routinen. Unabhängig vom Alltagsstress nehmen sie sich den Freiraum Prozesse, Projekte, Führungsverhalten und auch ihre eigene Person zu reflektieren. Betriebsratsgremien leisten sich diese „Auszeiten“ normalerweise nicht. Zu hoch ist das Tempo, in dem Entscheidungen getroffen sollen und der Normalablauf sichergestellt werden muss. Eigene Ideen, Ziele und Konzepte drohen dabei langsam zu verschwimmen.
Stimmen die Erhebungen der Hans-Böckler-Stiftung, veröffentlicht in AiB 12/15, dann werden am Ende dieser Amtszeit rund 1/3 der heutigen BR-Mitglieder nicht mehr kandidieren (können).
Oftmals habe ich in Gremien die berechtigte Kritik an kurzsichtiger Personalpolitik der Unternehmen gehört. Diese Kritik wurde angereichert mit Begriffen wie Fantasielosigkeit und Verwaltungsmentalität.
Wie aber ist es innerhalb der BR-Gremien? Wie geht man mit dem mitunter über viele Amtszeiten erworbenen Fach- und Erfahrungswissen um? Gibt es trotz Wahlmandat eine Planung, eine Entwicklung nicht nur zu den Themen, sondern auch zu und mit den Menschen? Wie stellt sich der Betriebsrat dieser Herausforderung? Wie findet er eine erfolgreiche Strategie und Arbeitsweise miteinander und auch zur Kommunikation in die Belegschaft? Wie gelingt es neue Kandidaten zu finden und Interessierte einzubinden? Kurzum: wie kann man als BR werden, wie man es von „der anderen Seite“ erwartet?
Sicherlich reicht es nicht aus, sich dem Thema nur einmal in einer Klausur zu widmen. Das ist ein mittel- und langfristiges Projekt und hat auch mit der Arbeits- und Wissenskultur im Gremium zu tun.
Eine Klausur kann der Anfang des Prozesses sein. Wie facettenreich die eigentliche, auch interne Arbeit im Gremium ist, wird in dem AiB-Artikel deutlich. Sicherlich bezieht sich das auf einen großen Konzern. Aber auch in kleineren Unternehmen sind die Herausforderungen identisch. Gibt es doch überall unterschiedliches Engagement, unterschiedliche Bereitschaft sein Wissen und Informationen zu teilen, unterschiedliche Diskussionskultur.
Also: anpacken und es besser machen, als diejenigen, die man (zurecht) kritisiert. Natürlich gerne mit externer Unterstützung. Für den Start mit einer 1,5 tätigen Klausur gibt es noch bis Jahresende besonders attraktive Konditionen (siehe Newsletter). Und auf der Klausur werden dann auch gemeinsam die nächsten Schritte festgelegt inklusive der Meilensteine.

#arbeitsorganisation #umsichtigkeitviernull #strategiefinden