Es ist nicht nur Mathematik

wenn es um Veränderung von Arbeitszeitsystemen und Arbeitszeiten geht. Dieses wird immer wieder sehr klar und deutlich. Arbeitszeit ist ein Spiegel für Führung, Vertrauen und Verlässlichkeit in Unternehmen. Arbeitszeitfragen lassen alle Bruchstellen im Betrieb deutlich werden. Angefangen vom Stil des Führens, über die Kultur des Miteinanders bis hin zur Glaubwürdigkeit.

Manche Probleme lassen sich nur langsam, mitunter mühsam beheben. Andere muss man einfach anpacken und schnell erledigen. Dazu gehört vor allem, dass die objektiven Daten, also zB die Personalbedarfsrechnung fundiert und verlässlich ist. Das vermeintlich beste System wankt, wenn das Fundament nicht stimmt. Dann wird auch aus den ergonomischsten Systemen ein misslungener Versuch.

Grade wegen der sich verändernden Altersstrukturen ist es wichtig, alte Arbeitszeitsystematiken und häufig sogar Führungskultur zu überdenken – nicht nur im Schichtbetrieb.

Stand bisher Kontrolle und Regulierung im Vordergrund, so wird die Beteiligung aller immer wichtiger. Fakten und Transparenz erleichtern das eindeutig. Sie schaffen Vertrauen. Mit- statt übereinander sprechen ist bei der neuen Gestaltung von Arbeitszeiten wichtig.

Dann geht es eben nicht nur darum, dass die (Jahres)Arbeitszeit der Beschäftigten gerechnet und passend gemacht, sondern darum, diese Arbeitszeit mit Verlässlichkeit und Wertschätzung versehen wird.

Das ist dann schon ein Teil einer neuen, zukunftsfähigen Unternehmenskultur.

#arbeitenviernull