Demografie – und kein Ende

Zu Jahresbeginn werden immer wieder Prognosen veröffentlicht. Prognosen zur wirtschaftlichen, zur politischen, zur gesellschaftlichen Entwicklung.

Auch in den letzten Tagen gab es eine Reihe von Artikeln und Prognosen, die sich mit der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland beschäftigen. Dabei soll es auch darum gehen nicht nur Risiken zu beschreiben, sondern die geneigte Leserschaft kann auch Dinge für das eigene Handeln herleiten. Es gilt nicht in Panik zu verfallen, sondern für das eigene Unternehmen die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

Zunächst einmal sind die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, veröffentlicht auf dem Demografieportal, ein Beleg dafür, dass die Berechnungen der vergangenen Jahre sich trotz der aktuellen Wanderungsbewegung wie folgt zusammenfassen lassen: die Bevölkerung Deutschlands schrumpft und wird älter. Das Potential der Erwerbspersonen verringert sich.

Diese Einschätzung teilt Herr Christian Böllhoff, geschäftsführender Gesellschafter der Prognos AG, in der Welt am 01.02.2016.  “Doch mittel- und langfristig sind die Aussichten für die deutsche Volkswirtschaft trübe. Kein Land – abgesehen von Japan und Südkorea – sieht sich derart großen demografischen Herausforderungen ausgesetzt wie Deutschland. Während heute auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren etwa 35 Personen im Rentenalter kommen, werden es im Jahr 2040 fast 56 sein – weltweit ein “Spitzenwert“.”

Er folgert “Die dahinter stehende rückläufige Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter – fast 15 Prozent gegenüber heute – führt dazu, dass das Beschäftigungsvolumen dauerhaft zurückgehen wird – mit entsprechenden Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum.” und prognostiziert eine Fachkräftelücke von fast vier Millionen Menschen im Jahr 2040.

An der Alters- und Erwerbspersonenstruktur, wie auch der erwarteten Fachkräftelücke ändere auch die aktuelle Wanderungsbewegung nichts wesentliches. Nur der Termin verschiebt sich nach hinten.

Sein Appell lautet daher “Deshalb gilt: Raus aus dem Krisenmodus, rein ins Strategiedenken, und zwar so schnell wie möglich. Deutschland als Einwanderungsland braucht heute neben Flexibilität auch langfristige Konzepte (Link: http://www.welt.de/151162377) , die unbedingt auch die Anwerbung qualifizierter Fachkräfte umfassen müssen. Beides ist wichtig, parallel.

Lassen Sie uns herausfinden, was das für Sie und in Ihrem Unternehmen bedeutet. Mit einer Alters- und einer Qualifikationsstrukturanalyse finden wir die Grundlage, um eine Strategie in die Zukunft zu entwickeln. Eine Strategie, die die heute Mitarbeitenden ebenso im Fokus hat, wie die  zukünftig kommen werden/müssen.